Kanzleien

KI für Anwälte, ohne Mandantennamen im Prompt.

Namen, Aktenzeichen und Kontodaten werden auf Servern in Deutschland ersetzt, bevor die Anfrage Claude, ChatGPT oder Gemini erreicht. So arbeiten Juristen DSGVO- und § 203 StGB-konform mit KI.

Das Problem

Der erste nützliche Prompt enthält schon einen Namen.

Anwalt in Robe mit Akten in der Kanzlei

Mandantendaten maskiert vor jedem Prompt

Die Frist läuft, und eine KI könnte den ersten Entwurf der Erwiderung in Minuten liefern. Nur stehen im Prompt dann der Name Ihrer Mandantin, der Gegner und das Aktenzeichen. In einem privaten KI-Konto stoßen diese Angaben an mehrere Pflichten zugleich:

  • § 203 StGB: Wer ein fremdes Geheimnis unbefugt offenbart, macht sich strafbar.
  • § 43a Abs. 2 BRAO: Anwälte sind zur Verschwiegenheit über alles verpflichtet, was ihnen in Ausübung ihres Berufs bekannt wird.
  • § 43e BRAO: Dienstleister, die Zugang zu Mandatsgeheimnissen erhalten, müssen in Textform zur Verschwiegenheit verpflichtet sein.
  • Art. 28 DSGVO: Wer personenbezogene Daten verarbeiten lässt, braucht einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung.
  • Art. 44 ff. DSGVO: Übermittlungen in Drittländer sind nur unter besonderen Voraussetzungen zulässig.

Die Folge ist eines von zwei Dingen. Entweder bleibt KI in der Kanzlei ungenutzt, und die Entwürfe entstehen weiter von Hand. Oder jemand nutzt sie trotzdem, im privaten Konto, und die Kanzlei erfährt nichts davon.

Dabei braucht die KI für den Entwurf den Fall, aber weder den Namen der Mandantin noch das Aktenzeichen.

Funktionen

Gebaut für die Arbeit mit Mandatsgeheimnissen.

Die Maskierung kennt die Angaben, die in einer Akte stehen, und die Arbeit bleibt so geordnet wie in der Kanzlei.

Kanzleitypische Angaben

Namen von Mandanten, Gegnern und Zeugen, Aktenzeichen und Gerichtsaktenzeichen, Anschriften, Kontoverbindungen, Telefonnummern und E-Mail-Adressen erkennt vpchat ohne Einrichtung. Jede Angabe wird durch einen eigenen Platzhalter ersetzt, und in der Antwort stehen wieder die echten Werte. Vorher schwärzen oder umschreiben müssen Sie nichts. Das gilt auch für angehängte Dateien wie PDFs.

Eigene Datenarten

Interne Mandatsnummern, Kürzel, Projektnamen oder Codenamen für eine Transaktion legen Sie als eigene Regel an. Einmal angelegt, greift sie bei jedem weiteren Prompt. So erkennt die Maskierung auch, was nur in Ihrer Kanzlei so heißt, und schützt in Wirtschaftsmandaten auch die Angaben, die keine Personendaten sind.

Mandate bleiben getrennt

Jedes Mandat bekommt einen eigenen Ordner, in dem die Chats dazu zusammenliegen und später wiederzufinden sind. Was in einem Mandat besprochen wird, läuft nicht in die Antworten eines anderen. Die Ordnung entspricht der Aktenführung, die Ihre Kanzlei ohnehin hat.

Ein Zugang, alle Modelle

Claude, ChatGPT, Gemini und ein in der EU gehostetes Open-Weight-Modell in einer Oberfläche, umschaltbar mitten im Gespräch, ohne neu anzufangen. Für jedes Modell gilt dieselbe Maskierung. Einen eigenen Account oder Vertrag bei jedem Anbieter brauchen Sie nicht.

Anwendungsfälle

Aufgaben, bei denen die Akte mit im Prompt steht.

Genau die Arbeit, die bisher an den Namen gescheitert ist. Mit vpchat dürfen Mandantin, Gegner und Aktenzeichen im Prompt stehen.

Beispiele

Was das Modell von Ihrer Akte zu sehen bekommt.

Wählen Sie eine Aufgabe. Links steht der Prompt so, wie Sie ihn tippen, rechts das, was in der KI ankommt.

Was Sie tippen

Entwirf die Erwiderung auf die Klage von Hollerbach Metallbau GmbH gegen unsere Mandantin Sabine Ortmann, Aktenzeichen 8 O 214/25. Kernpunkt ist die Verjährung.

Was beim Modell ankommt

Entwirf die Erwiderung auf die Klage von FIRMA_01 gegen unsere Mandantin NAME_01, Aktenzeichen AKTENZEICHEN_01. Kernpunkt ist die Verjährung.

§ 203 StGB

Verschwiegenheit nach § 203 StGB, vertraglich und technisch.

Auf Anfrage verpflichten wir uns zur Verschwiegenheit, und die Angaben erreichen die Modelle trotzdem nicht.

Vertraglich

  • Verschwiegenheitsverpflichtung nach § 43e BRAO

    Auf Anfrage in Textform und mit Belehrung über die strafrechtlichen Folgen, so wie es § 43e Abs. 3 BRAO verlangt.

  • Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO

    Der Vertrag, den das Datenschutzrecht für jede Verarbeitung im Auftrag vorschreibt. Wir schließen ihn auf Anfrage mit Ihnen ab.

  • Verschwiegenheitsverpflichtung nach § 26a BNotO

    Für Notariate auf Anfrage in Textform, wie es § 26a Abs. 3 BNotO verlangt. Als PDF.

Technisch

  • Verarbeitung in Deutschland

    Erkennung und Ersetzung laufen auf unseren Servern in Deutschland, betrieben in ISO 27001-zertifizierten Rechenzentren. Den Klartext verarbeiten ausschließlich wir.

  • Nur Platzhalter an die Modelle

    Claude, ChatGPT und Gemini erhalten die Anfrage ohne Mandanten, Gegner und Aktenzeichen.

  • Keine Klardaten im Protokoll

    Bei der Maskierung werden keine Klardaten protokolliert.

Verschwiegenheitsverpflichtung, AVV und die Textform nach § 26a BNotO erhalten Sie im Gespräch mit uns, vor dem ersten Einsatz mit Mandantendaten.

Gespräch vereinbaren →

FAQ

Häufige Fragen aus Kanzleien.

Dürfen Anwälte ChatGPT mit Mandantendaten nutzen?

Nicht ohne Weiteres. Ein KI-Anbieter, der Mandantendaten erhält, ist ein Dienstleister im Sinne von § 43e BRAO und muss vorher in Textform zur Verschwiegenheit verpflichtet werden, dazu kommt ein Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO. Fehlt beides, droht ein Verstoß gegen § 203 StGB. Mit vpchat erhalten die Sprachmodelle die erkannten Mandantendaten nur als Platzhalter, und beide Unterlagen bekommen Sie auf Anfrage von uns.

Ist vpchat mit § 203 StGB und § 43e BRAO vereinbar?

Ja. Auf Anfrage erhalten Sie eine Verschwiegenheitsverpflichtung in Textform nach § 43e BRAO und § 203 Abs. 4 StGB sowie einen Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO. Dieselbe Verpflichtung deckt auch § 26a BNotO für Notariate ab. Technisch kommt hinzu, dass die erkannten Mandantendaten die Modellanbieter nicht erreichen.

Wer sieht Mandantendaten im Klartext?

Unsere Server in Deutschland: um die Daten zu ersetzen und Ihren Chatverlauf zu speichern, und dafür verpflichten wir uns auf Anfrage nach § 43e BRAO zur Verschwiegenheit. Die Sprachmodelle erhalten die Platzhalterversion.

Welche kanzleitypischen Angaben erkennt vpchat?

Namen von Mandanten, Gegnern und Zeugen, Firmennamen, Aktenzeichen und Gerichtsaktenzeichen, Anschriften, Kontoverbindungen, Telefonnummern und E-Mail-Adressen. Darüber hinaus legen Sie eigene Datenarten an, etwa interne Mandatsnummern oder Kürzel, die nur in Ihrer Kanzlei so heißen.

Kann ich Schriftsätze und Verträge als PDF bearbeiten?

Ja. Hängen Sie einen Schriftsatz oder einen Vertrag als PDF an, maskiert vpchat die personenbezogenen Daten darin, bevor der Inhalt an das Modell geht. Sie können das Dokument dann zusammenfassen, prüfen oder eine Erwiderung entwerfen lassen.

Ersetzt vpchat die anwaltliche Prüfung?

Nein. Die Beurteilung, welche Angaben in einem konkreten Mandat dem Schutz des § 203 StGB unterliegen, und die fachliche Prüfung jeder Antwort bleiben bei Ihnen. vpchat erbringt keine Rechtsdienstleistung.

Die Angaben zu § 203 StGB, § 43a und § 43e BRAO, § 26a BNotO sowie Art. 28 und 44 ff. DSGVO geben die Rechtslage mit Stand September 2026 wieder, Quelle gesetze-im-internet.de und eur-lex.europa.eu. Sie ersetzen keine Prüfung im Einzelfall.

Sehen Sie es an einem eigenen Fall.

Wir zeigen Ihnen in einem Gespräch, was von einem Prompt aus Ihrer Kanzlei beim Modell ankommt.